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Gegenwart und Geschichte |
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ERZABT UND KONVENT Erzabt Bruno Becker leitet seit 2009 das Stift St. Peter. Sein Wahlspruch lautet "Vos date illis manducare" "Gebt ihr ihnen zu essen". Der Konvent zählt derzeit 21 Mitglieder. Das Kloster ist Mitglied der Österreichischen Benediktinerkongregation.
Geschichtlicher Überblick St. Peter in Salzburg wurde vom Wormser Bischof St. Rupert 696 zum Zweck der Mission in den Südostalpen gegründet. Bis 987 war das Amt des (Erz)bischofs mit dem des Abtes durch Personalunion verbunden. Große Gestalten dieser Zeit waren die Abtbischöfe St. Vitalis, St. Virgil, Arno und Liupram. 987 erhielt St. Peter mit Tito einen eigenen Abt. Im Mittelalter besaß St. Peter eine hervorragende Schreibschule. Deren Hauptwerk, das Antiphonar von St. Peter (um 1160), wird jetzt in der ÖNB aufbewahrt. Auch die der Abtei angeschlossenen Petersfrauen waren als Schreiberinnen tätig.
In der Person Franz de Paula Albert Eders bestieg im 19. Jh. noch einmal ein Abt von St. Peter den erzbischöflichen Stuhl von Salzburg. 1926 führen die Bemühungen des Abtes Petrus Klotz um eine Katholische Universität zur Gründung des Studienkollegs der Benediktiner "Kolleg St. Benedikt". Diese Leistung, die dann in weiterer Folge zur Wiederbegründung der Universität Salzburg führen sollte, wurde durch die Erhebung St. Peters zur Erzabtei 1927 gewürdigt. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Zwischenkriegszeit führten zwar zum Verlust bedeutender Kunstschätze, aber dafür zu einer ökonomischen Umorientierung. St. Peter gehört seither zu den wichtigen Wirtschaftsbetrieben der Stadt Salzburg. In der Nazizeit wurden die Mönche vertrieben, das Kloster aber nicht aufgehoben. Einige Mönche, darunter der Gründer des Liturgischen Instituts, P. Adalbert Raffelsberger, konnten das Chorgebet weiterführen. Nach dem II. Vatikanum hat Erzabt Franz Bachler die Erneuerung des Klosters durchgeführt. Der gewaltige Besucherandrang bei der Landesausstellung 1982 bewies das ungebrochene Interesse der Salzburger Bevölkerung an der ältesten Institution der Stadt. Erzabt Edmund Wagenhofer arbeitete an der Konzentration der Aufgaben des Klosters. Der Verzicht auf die traditionsreiche Pfarre Dornbach in Wien, dafür aber die Gründung des Instituts für Benediktinische Studien und die Übernahme der Hochschulseelsorge beweisen das. Ein besonderes Anliegen war ihm die Förderung archäologischer Untersuchungen. Im April 2009 trat er aufgrund des Auslaufens seiner Amtszeit zurück. |
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