Dieses Jahr fand der gemeinsame Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Kirche in St. Peter statt. Die Veranstaltung begann mit einer Lichtfeier im Brunnenhaus und einer anschließenden Prozession durch den stimmungsvollen Kreuzgang der Erzabtei. In der Stiftskirche St. Peter fand dann der abendliche Gottesdienst statt.
Wenn die verschiedenen christlichen Kirchen im Land Salzburg mit ihren unterschiedlichen Traditionen miteinander beten und feiern, "dann wird alles neu und die Einheit sichtbar", wie in der "Litanei der christlichen Einheit" gebetet wurde. Die rege Beteiligung am Gottesdienst und das fröhliche Beisammensein bei der anschließenden Agape im romanischen Saal der Erzabtei St. Peter gab der Ökumene in unserem Bundesland wieder neuen Schwung.
Besonders erfreulich war, dass erstmals Mitglieder der syrisch-orthodoxen Kirche mitfeierten. Dr. Aho Shemunkasho betonte in seiner Predigt unter anderem, dass vor wenigen Wochen eine wichtige Delegation von syrisch-orthodoxen Bischöfen und Fachleuten in Salzburg sehr herzlich aufgenommen wurde. Erstmals hörte man in St. Peter auch syrisch-orthodoxe Fürbittrufe.
St. Peter ist ein altes Kloster, das schon vor der Trennung in Ost- und Westkirche im 11. Jahrhundert bestanden hat. Zwischen 1522 und 1524 war der Freund und Ordensobere von Martin Luther, Dr. Johannes von Staupitz, Abt von St. Peter. Dies allein sind schon Gründe genug für das ökumenische Engagement der Erzabtei St. Peter. Darüber hinaus wissen sich die Möche von St. Peter dem Gebet um die Einheit aller, die auf Jesus Christus getauft sind, verpflichtet.