Erzabtei St. Peter
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Katakomben

Seit dem 17. Jahrhundert werden die Felshöhlen im Mönchsberg fälschlicherweise als Katakomben bezeichnet.

Am Rand des Petersfriedhofs befinden sich die so genannten "Katakomben", die in den Mönchsberg gehauen wurden. Ihr Ursprung geht bis in die Spätantike zurück. Sie dienten sowohl als Einsiedeleien als auch als Begräbnisstätte.

Im 17. Jahrhundert wurden sie mit der Legende des Priesters Maximus in Verbindung gebracht, der 477 nach Christus - trotz der Warnung durch Severin von Noricums - zurückblieb und mit seinen 55 Gefährten den Märtyrertod durch Barbaren erlitt. Die örtlichen Angaben dieser Legende beziehen sich aber weder auf Salzburg, noch ist die Gestalt des Heiligen Maximus historisch belegt.

Die Katakomben sind rechts der Gruftarkaden durch die Communegruft zugänglich.

Öffnungszeiten

Eine Treppe führt zu den zwei Kapellen hinauf, die einst als Höhlen aus dem Berg herausgearbeitet wurden. Durch Felsstürze späterer Zeiten wurden sie, nachdem sie lange vergessen waren, wieder teilweise sichtbar. Daraufhin wurden sie zur Sicherung wieder zugemauert.

Die Gertraudenkapelle

wurde durch Erzbischof Konrad III. von Wittelsbach im Jahr 1178 dem acht Jahre zuvor ermordeten Thomas Becket, Erzbischof von Canterbury, geweiht. Konrad III. von Wittelsbach weihte die Kapelle auch der Heiligen Gertrud von Nivelles.

Die Kapelle zeigt Freskenreste einer Darstellung des Martyriums des Heiligen Thomas Becket. Sie besitzt ein kleines Pultdach samt Glockentürmchen. In der Felswand finden sich sechs Rundbogennischen in neo-frühchristlichem Stil, die 1865 nach Entwürfen von Georg Pezolt geschaffen worden waren.

Die Maximuskapelle

Die Maximuskapelle ist der höchstgelegene Andachtsraum der Katakomben. Sie wurde urkundlich 1172 geweiht und 1659 unter Abt Amand Pachler renoviert. Die Mauer besitzt drei Rundbogenfenster, im Höhlenraum selbst eine Nische und eine Rundapsis. Die Tonaltäre wurden 1860 nach Entwürfen von Georg Pezolt geschaffen. Die Maximuslegende ist hier auf einer lateinischen Inschrifttafel des Abtes Kilian von 1521 festgehalten.

Zwischen den beiden Kapellen befindet sich auf halber Höhe noch eine Aussichtsplattform, wo ein kleiner hölzerner Glockenturm an die einstige Nutzung der Anlagen als Einsiedelei erinnert. Der ursprüngliche Name der Anlage hieß folgerichtig "Eremitorium", erst später setzte sich der Name "Katakomben" durch.

Öffnungszeiten

Mai - September:   täglich 10-18 Uhr

Oktober - April:      täglich 10-17 Uhr

 

 Die Katakomben von außen

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